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Die Feuerwehr Wiemsdorf sammelt Kronkorken für einen guten Zweck

Wie ein Wegwerfartikel zu einer Krankenversicherung in Ghana verhilft

Säckeweise stehen sie bei ihm auf dem Dachboden: 95 Kilo Kronkorken sind bei Udo Kawaletz in den letzten Monaten zusammen gekommen. Im Auftrag der Freiwilligen Feuerwehr Wiemsdorf sammelt der aktive Feuerwehrkamerad die kleinen Metall-Deckel, die einem Hilfsprojekt zu Gute kommen sollen. Mit dem Erlös aus dem Verkauf werden Kinder in Ghana mit einer zweijährigen Krankenversicherung ausgestattet. Diese kostet laut der Organisation „Kronkorken helfen“ des Vereins Amebii Ghana e. V., der die Aktion ins Leben gerufen hat, weniger als fünf Euro. Gesammelt wird das Geld durch die Abgabe und Weiterverwertung der Flaschenverschlüsse.

Und die Menge macht´s: „Ein Kronkorken wiegt gerade mal zwei Gramm, 500 Stück sind ein Kilo“, rechnet Udo Kawaletz vor. Etwa 40 Kilo - je nach Marktpreis - müsse man abliefern, damit eine Krankenversicherung finanziert werden könne. „Das ist eine faszinierende Idee mit geringem Aufwand“, ist der Wiemsdorfer ganz begeistert von der Sammelaktion, die die Feuerwehrkameraden gemeinsam ins Leben gerufen haben. „Erst wurde nur im Feuerwehrhaus und im privaten Kreis fleißig gesammelt, dann habe ich mich auf den Weg gemacht und dort nachgefragt, wo viele Kronkorken anfallen“, erzählt der pensionierte Lotse. „Mittlerweile sammeln diverse Gastronomiebetriebe im Landkreis und in Bremerhaven und unter anderem die Seemannsmission Bremerhaven, das Auswandererhaus und auch der Zoo am Meer mit. Insgesamt sind es 16 Sammelstellen, die ich regelmäßig anfahre“, freut er sich über die Unterstützung beim Zusammentragen des Wegwerfartikels. Bevor er das Sammelgut abliefern kann, muss es allerdings noch per Hand sortiert werden: „Die Kronkorken müssen sortenrein sein“, sagt er und so werden beispielsweise Schraubverschlüsse, die oftmals mit in die Sammelbeutel geraten, aufgrund der unterschiedlichen Legierung aussortiert.

Das Projekt der gemeinnützigen Organisation Amebii Ghana e.V läuft bereits seit 2014. Bis heute sind laut Auskunft des Vereins mehr als 52 Tonnen an Kronkorken zusammen gekommen, durch die 2235 Kinder für jeweils mindestens zwei Jahre krankenversichert werden konnten. Die Frage nach dem Engagement gerade in Ghana beantworten die Initiatoren so: Die Mitbegründerin der gemeinnützigen Organisation, Wibke Herbert aus Lampertheim, besitzt eine Affinität für das afrikanische Land. Nicht zuletzt auch, da ihr Mann Marcus Sackeyfio von dort stammt und beide zurzeit auch dort leben. Daher gilt die Unterstützung dem Entwicklungsland und in erster Linie den Schwächsten, den Kindern. Weitere Informationen über die Aktion gibt es unter Externer Link: www.kronkorken-helfen.de

Udo Kawaletz will die bei ihm lagernden Kronkorken Mitte Dezember erstmals bei einem mit der Organisation zusammenarbeitenden Schrottentsorgungsunternehmen in Bremen abliefern. „Dann wird das noch im Ergebnis für dieses Jahr mitgezählt“, so sein Ziel. Eine offizielle Sammelstelle des Vereins ist die Feuerwehr in Wiemsdorf noch nicht, doch Udo Kawaletz ergreift jetzt die Initiative, um noch mehr Sammelgut zusammen bekommen zu können: „Bei mir zu Hause können kontaktlos auf der Bank unter dem Carport Tüten mit Kronkorken abgestellt werden, die dem Projekt zu Gute kommen“, bietet er an und bittet darum, ausschließlich Kronkorken bei ihm abzuliefern. Zu finden ist die private Abgabestelle in der Wiemsdorfer Dorfstraße 15 in Wiemsdorf, einer Ortschaft in der Gemeinde Loxstedt. Ein weiterer Sammelbehälter, den Udo Kawaletz regelmäßig leert, ist auch im Eingangsbereich des Rathauses der Gemeinde Loxstedt zu finden.

 

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