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Ein Garten für den Stoteler Quartierspark

Die ersten Pflanzen sind vorgezogen, die Kompostvorrichtung ist aufgebaut und rückenfreundliche Hochbeete entstehen aus unterschiedlichsten Recycling-Materialien: Der Klimagarten im Stoteler Quartierspark nimmt auf knapp 200 Quadratmetern Gestalt an. Zehn Hochbeete in unterschiedlichen Formen, Kräuterspiralen sowie ein Brunnen sollen in dem geplanten Obst- und Gemüsegarten Platz finden. Schon in dieser Gartensaison können von interessierten Bewohnern der umliegenden Häuser hier nachhaltig und klimaschonend Pflanzen aller Art angebaut werden. Das aus Bundesmitteln geförderte Projekt wird in Kooperation mit dem Klimaschutzberatungsunternehmen BEKS EnergieEffizienz GmbH aus Bremen durchgeführt. Es schließt sich an das Sanierungsmanagement im Quartier Hohes Feld in Stotel an, das im letzten Jahr abgeschlossen wurde. Eine der wesentlichen Maßnahmen war die Entstehung des Quartierspark mit einem attraktiven Spielplatzangebot, Outdoor-Sportgeräten und Aufenthaltsmöglichkeiten. Nun folgt die Erweiterung um einen bunten Garten, der die Lebensqualität verbessern und besonders auch dem Klimaschutz dienen soll.

„Durch das Anlegen des Quartiersparks wurde eine deutliche Aufwertung des Wohnquartiers erreicht, die über die Grenzen des Quartiers hinaus wirkt“, sagt Klimaschutzmanagerin Anne Böttjer vom Bauamt der Gemeinde Loxstedt. Insbesondere die Bewohner ohne eigenen Garten hätten einen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität gewonnen. Das neue Projekt ist über einen Zeitraum von zwei Jahren angelegt und wird vor Ort von Gemeindemitarbeiter Sergio Martinez Sanchez, genannt „Pul“. umgesetzt. Der 39-Jährige ist passionierter Gärtner und Handwerker. Am liebsten arbeitet er mit Holz. „Ich habe auch privat viel Interesse am Garten“ erzählt der gebürtige Spanier, während er das erste der zehn geplanten Hochbeete vorbereitet. Ab sofort ist er neben seinen variablen Arbeitseinsätzen im Klimagarten auch an festen Terminen anzutreffen: Jeden Montag von 10 bis 12 Uhr und jeden Donnerstag von 17 bis 18 Uhr ist er verlässlich vor Ort, um Fragen rund um das Projekt zu beantworten. Auch über tatkräftige Hilfe freut er sich – selbstverständlich mit dem erforderlichen Sicherheitsabstand.

Begeistert von der Idee des Klimagartens zeigt sich Stotels Ortsvorsteher Fritz Grieger: „Ich bin optimistisch, dass er von den Bewohnern angenommen wird“, sagt er. Auch freue er sich über die Beteiligung des in direkter Nachbarschaft liegenden Seniorenheims „Mein Zuhause“ und der Siedlergemeinschaft Stotel. „Die Siedlergemeinschaft trifft sich normalerweise jeden Donnerstag um 17 Uhr in der Scheune auf dem ehemaligen Hof Tapken, gegenüber der Sparkasse“, lädt er auch dort, je nach Möglichkeit, zum Mitmachen ein.

Im Klimagarten sind – sofern die aktuelle Lage es zulässt - Workshops und Informationsveranstaltungen zum Thema Klimaschutz geplant. Aufklärungsarbeit zum Verzicht auf chemische Düngemittel und Pestizide im Klimagarten ist da beispielsweise nur ein Aspekt mit Blick auf die Erreichung der globalen Klimaschutzziele. Auch Wassersparen, Abfallvermeidung, Recycling und das Kochen mit den erzeugten Produkten sind Themen, die den Gartennutzern und Bewohnern näher gebracht werden sollen. Aktuelle Informationen werden zukünftig auf einem Hinweisschild, das auf der Grünfläche noch aufgestellt werden soll, zu finden sein.

Gefördert wird das gesamte Projekt, das bis zum 31. Dezember 2021 läuft, in Höhe von 85 Prozent der Gesamtkosten über die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

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Veranstaltungskalender