Direkt zum Inhaltsbereich springen Direkt zum Hauptmenü springen Direkt zur Suche springen Direkt zur Hilfeseite springen Inhaltsbereich überspringen
 

Sternenträger statt Sternsinger

Vertreter der Katholischen Kirchengemeinde Loxstedt sorgen für kontaktlosen Segen

Bildunterschrift: In diesem Jahr haben sich Gabriele Blanken und Hermann Döding (Mitte) von der Katholischen Kirchengemeinde in Loxstedt auf den Weg gemacht, um in Vertretung den Segen der Sternsinger zu überbringen. Am Loxstedter Rathaus wurden sie von Bürgermeister Detlef Wellbrock (r.) empfangen. Foto: Grotheer/Gemeinde Loxstedt



20*C+M+B+21 – Dieser Schriftzug ist jetzt am Haupteingang des Loxstedter Rathauses zu lesen. Er steht für den aktuellen Segen, den normalerweise die Sternsinger rund um den Dreikönigstag am 6. Januar überbringen. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die Kindergruppe sich in diesem Jahr nicht auf den Weg machen, in Vertretung haben Gabriele Blanken und Hermann Döding vom lokalen Team der Katholischen Kirchengemeinde in Loxstedt den Gruß überbracht. Schon seit 2015 ist der Sternsinger-Besuch Tradition im Rathaus und wird von der Pfarrgemeinde vor Ort, die zur Katholischen Pfarrei Hl. Herz Jesu in Bremerhaven gehört, organisiert.

„Ich freue mich, dass wir schon einige Segnungen erhalten haben und dass das, wenn auch in anderer Form, auch in diesem Jahr möglich ist“, sagt Bürgermeister Detlef Wellbrock (parteilos), der sonst gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen des Rathauses die singende Kindergruppe empfängt.

Der Holzstern mit seinem langen Stiel, den üblicherweise die Kinder mit sich führen, muss in diesem Jahr als Abstandshalter dienen. An ihm befestigt ist eine Papiertüte, in der die Spenden gesammelt werden. Auch Bürgermeister Detlef Wellbrock hat als Spende der Gemeinde einen Umschlag parat. In diesem Jahr kommen die Gelder unter dem Motto „Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“ Kindern in Not zugute. „Wir hätten für die kontaktlose Sammlung auch einen Apfelpflücker nehmen können“, erzählt Gabriele Blanken von den kreativen Vorschlägen der Sternsinger-Organisation, die sich aus dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zusammensetzt. Vor mehr als 60 Jahren sei der Brauch der Sternsinger, der auf den Besuch der Weisen aus dem Morgenland in der Krippe zur Geburt von Jesus zurückgehe, wiederentdeckt worden, heißt es von Seiten der Organisationen. Bei ihren Hausbesuchen würden die Sternsinger - soweit möglich - den Segen mit gesegneter Kreide über die Türen schreiben, alternativ würden, wie auch am Loxstedter Rathaus, ebenfalls im Gottesdienst gesegnete Aufkleber genutzt. Das aktuelle Jahr stehe getrennt am Anfang und am Ende des Schriftzuges, der Stern stelle den Stern dar, dem die Weisen aus dem Morgenland gefolgt seien. Zugleich sei er Zeichen für Christus. Die Buchstaben C+M+B stünden für die lateinischen Worte „Christus Mansionem Benedicat“ – Christus segne dieses Haus. Die drei Kreuze bezeichneten den Segen: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Die Vertreter der Kirchengemeinde sorgen mit ihrer Aktion in Corona-Zeiten für Abwechslung: „Wir sind, natürlich mit Abstand, von Haus zu Haus gegangen und die Leute haben sich sehr gefreut“, berichtet Gabriele Blanken, die die Sternsinger-Tradition bereits seit 20 Jahren pflegt: „Anfangs waren wir nur ein Team, mittlerweile sind es mehrere, weil die Anzahl der Besuche immer umfangreicher wurde“, erzählt sie vom Ablauf außerhalb der Corona-Pandemie. Aber auch in diesem Jahr hätten sie gut zu tun: „Wir fahren auch in die Außenbezirke“, sagt Hermann Döding. Nur die Seniorenheime müssten aus gegebenem Anlass in diesem Jahr auf die Besuche verzichten. Wer den Segen der Sternsinger bei sich wünsche, könne sich bei der Kirchengemeinde melden.

Informationen über die bundesweite Aktion gibt es unter Externer Link: www.sternsinger.de.

Interaktiver Ortsplan

Veranstaltungskalender