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Über die Trauerbewältigung zur Kunst

Maler Ingo Schwarze stellt im Loxstedter Rathaus aus

 
Die charakteristischen Skylines von Hamburg und New York, märchenhafte Fantasiegestalten oder maritime Motive - die Bandbreite der jetzt im Loxstedter Rathaus ausgestellten Bilder ist groß. Gemeinsam haben alle Werke eine große Farbintensität. Maler Ingo Schwarze, Jahrgang 1950, hat seine Leidenschaft für die Kunst schon früh entdeckt: „Meine Kunstlehrerin an der Bremerhavener Schillerschule hat mich in den 1960er-Jahren an das Zeichnen herangeführt“, erzählt der Loxstedter, der viele Jahre eine schon vom Vater übernommene Autowerkstatt in Bremerhaven betrieben hat. Geschäftspartner war sein Bruder, der vor knapp drei Jahren plötzlich und unerwartet an einer schweren Krankheit verstarb. Dieser Schicksalsschlag brachte die künstlerische Ader in Ingo Schwarze wieder zum Vorschein. „Ich habe den Tod meines Bruders in einem Bild verarbeitet“, erzählt er von seiner ganz eigenen Art der Trauerarbeit. Nach und nach sei die Liebe zur Malerei so wieder aufgeflammt. „Man lernt durch gucken und fragen, mittlerweile habe ich schon mehrfach ausgestellt“, erzählt der Autodidakt, der sich Fotos und Gemälde anderer Künstler zum Vorbild nimmt oder die eigene Fantasie spielen lässt. Auch ein Buch hat der pensionierte Kraftfahrzeugmeister bereits fertiggestellt. „Es ist ein Abenteuer-Kinderbuch, in dem es um meine damalige Klassenfahrt in das Schullandheim Barkhausen geht“, verrät Ingo Schwarze. Illustriert habe er das 98 Seiten starke Werk mit eigenen Aquarellzeichnungen. Bei seinen Bildern arbeite er auch gerne mit der Mischtechnik, die Aquarell- und Acrylfarben vereint. „An dem Hamburg-Panorama habe ich drei Wochen gearbeitet. Es gibt Tage, an denen kann ich nicht malen, und Tage, an denen ich zwei kleinere Bilder am Tag schaffe und schon mal drei Stunden durchmale“, gibt er einen kleinen Einblick in seine Schaffensweise im heimischen Atelier. Auch aktuelle Themen greift Ingo Schwarze gerne auf: Ganz in Acryl ist sein „Weltmeertransporte“ betiteltes Bild mit dargestellten Segelbooten, versehen mit Silber- und Kupferglanzfarben, entstanden. Bezug nimmt er mit diesem Motiv auf die Flüchtlingsproblematik. „Eine Welt für alle sollte es sein“ ist das Statement des Malers zu seinem Bild „Bunte Vielfalt“, das Gesichter von Menschen aus verschiedenen Nationen zeigt und ein eigener Entwurf ist. Auch das Aquarell-Bild „Vergesse nicht dein Lebenslicht“, das einen leicht verfremdeten Menschen mit einer Leuchte in der Hand darstellt, ist ein eigenes Motiv des Malers. „Man muss sein Talent finden“, hat Ingo Schwarze sein Leben mit der späten Entdeckung der Kunst bereichert. Um mit anderen Kunstschaffenden in der Region in Kontakt zu kommen, hat er die facebook-Gruppe „Kunst aus Loxstedt und Umgebung“ gegründet, die bereits 126 Teilnehmer hat. Über weitere Interessierte würde der Loxstedter, der seine Bilder auch zum Verkauf anbietet, sich freuen. Zudem ist er Mitglied im Loxstedter Kunst- und Hobbykreis sowie Teilnehmer der Schillermeile Bremerhaven.

Gut 20 Bilder von Ingo Schwarze sind bis zum Jahresende in der Kleinen Galerie im Loxstedter Rathaus ausgestellt und während der Öffnungszeiten (Montag bis Freitag 8.30 bis 13 Uhr und Dienstag zusätzlich von 14 bis 18 Uhr) unter Einhaltung der Corona-Hygieneregeln frei zugänglich.

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