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Von Kinderbetreuung bis Küche putzen

Engagement im Bundesfreiwilligendienst

Ob im Kindergarten, in der Schule, auf dem Bauhof, bei der Jugendpflege, im Familienzentrum oder in der Bücherei – bei der Gemeinde Loxstedt gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich im Bundesfreiwilligendienst (BFD) zu engagieren. Aktuell gibt es fünf „Bufdis“, wie die BFD-Leistenden liebevoll genannt werden. Kjell Ahlers ist im Kindergarten Waldmäuse in Stotel tätig, Pascal Witting auf dem Bauhof, Iris Borghorst in der Gemeindebücherei, Tim Köhnken im Jugendzentrum Düne4 und Lukas Jürgens im Stoteler Familienzentrum. Oft wird eine entsprechende Stelle als Übergangslösung genutzt. „Ich wollte nach Abschluss der Handelsschule in Richtung Wirtschaft gehen und eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann machen“, erzählt Lukas Jürgens. Doch er habe die Erfahrung machen müssen, dass aufgrund der Corona-Pandemie viele Betriebe gar nicht mehr einstellen wollten. „Durch Zufall habe ich über soziale Netzwerke von der Stelle im Familienzentrum erfahren und mich gleich beworben. Zwei Tage später hatte ich die Zusage“, erzählt der 20-Jährige Stoteler. Seine Hauptaufgaben liegen im Bereich der Organisation: „Von Küche putzen bis Rechnungen bearbeiten ist alles dabei“, meint er grinsend. Nach rund sechs Wochen kann er eine erste Zwischenbilanz ziehen: „Die Arbeit macht Spaß. Die Tage gehen schnell rum und ich bin viel mit dem Auto unterwegs, das gefällt mir“, sagt Lukas Jürgens. Er müsse Verantwortung übernehmen und lerne auch für den Alltag: „Ich kann jetzt eine Waschmaschine anstellen“, gesteht er augenzwinkernd eine bisherige Schwäche ein.

Tim Köhnken wusste nach Abschluss der Realschule noch nicht, welchen Weg er für seine berufliche Zukunft einschlagen sollte. „Ich habe meinen Vater, der Ortsvorsteher in Overwarfe ist, nach einer Alternative zur Ausbildung gefragt und er hat mir vom Bundesfreiwilligendienst erzählt“, so der 17-Jährige. Erste Überlegungen seien in Richtung Bauhof gegangen. „Die Stelle war dann jedoch besetzt. Bei der Jugendpflege war der Platz noch frei und ich habe ihn bekommen.“ Er sei schon gründlich eingearbeitet worden, erzählt er. „Ich kümmere mich um die Bearbeitung von Rechnungen, halte Ordnung in der Garage, in den Bastelräumen und bei der Technik. Bei Aktionen mit Kindern bin ich unterstützend dabei.“ Die Arbeit mache ihm viel Spaß. „Ich glaube, auch die Kinder finden das gut“, so sein Eindruck. Ihm gefalle besonders die Abwechslung: „Vorher habe ich immer nach handwerklichen Berufen geguckt, aber die Richtung in den sozialen Bereich wäre später vielleicht auch mal eine Option“, wagt er einen ersten Ausblick. In einem einwöchigen Einstiegsseminar im Bildungszentrum Ritterhude sei ihm auch der rechtliche Hintergrund nochmals verdeutlicht worden, fühlt er sich generell gut aufgehoben.

Die pädagogische Begleitung in Form von festgelegten Seminartagen gehört verpflichtend zum BFD: „Unsere Demokratie ist angewiesen auf engagierte, aufgeklärte Bürgerinnen und Bürger, die sich selbstbewusst und verantwortungsvoll in Politik und Gesellschaft einbringen. Daher ist für alle Freiwilligen im BFD das Seminar zur politischen Bildung an einem Bildungszentrum des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben fester Bestandteil des Bildungsprogramms“, heißt es dazu vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben.

Eine Chance, seine ganz persönlichen Fähigkeiten und Talente im Arbeitsumfeld kennenzulernen, sieht Holger Rasch, Erster Gemeinderat der Gemeinde Loxstedt, im BFD: „Es ist eine tolle Möglichkeit, nach der Schule praktische Einblicke in das Berufsleben zu bekommen und sich zudem gesellschaftsförderlich einzusetzen, sagt er.

 

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