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Fachbereich Atemschutz

Atemschutz

Der Erfolg im Löscheinsatz ist untrennbar mit der Verwendung von Atemschutzgeräten verbunden. Die Feuerwehrmänner von anno dazumal ließen sich lange Bärte wachsen, befeuchteten diese und schoben sie zwischen die Zähne. So oder ähnlich werden uns heute die nicht sehr wirkungsvollen Maßnahmen unserer Vorgänger im Kampf gegen Rauch und Qualm beschrieben.
Erst durch die Erfindung des umluftunabhängigen Atemschutzes in den Kriegsjahren des 20. Jahrhunderts konnte der Geräteträger vor jeglichen Brandgasen und Atemgiften ausreichend geschützt werden.

Bei vielen Notfalleinsätzen werden durch Gefahrstoffe u.U. Atemgifte freigesetzt, die Feuerwehr- und Rettungsdienstpersonal bei ihren Einsätzen gesundheitlich- und sogar arg schädigen können. Deshalb gibt es heutzutage kaum noch Brandeinsätze, bei dem das Personal der Feuerwehr Atemschutz nicht einsetzt.
Bei den genannten Personen handelt es sich um Atemschutzgeräteträger/innen. Diese Personen sind speziell ausgebildet und ausgerüstet, um unabhängig von der Außenluft arbeiten zu können.

In brennenden Gebäuden ist ein Innenangriff ohne umluftunabhängige Atemluftversorgung gar nicht mehr denkbar. Nur so kann man das Feuer am Brandherd bekämpfen und die Einsatzzeit erheblich verkürzen. Zudem werden dadurch die Folgeschäden durch Wasser sehr gering gehalten und die Personenrettung aus verqualmten Räumen lässt sich nur unter umluftunabhängigen Atemschutz durchführen.

Hilfe bei Gefahrgutunfällen ist ohne den Einsatz von umluftunabhängigen Atemschutzgeräten, so wie sie auch bei uns in der Gemeindefeuerwehr benutzt werden, undenkbar. Mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten sind Pressluftatmer gemeint, die den Träger mit Atemluft aus Druckflaschen (eine oder zwei Flaschen) mit Fülldrücken von 200 bzw. 300 bar versorgen.
Pressluftatmer werden für alle Arbeits- und Rettungsaufgaben eingesetzt, bei denen der Einsatz nicht länger als eine halbe Stunde dauert, Ausnahmen bilden hier unsere Langzeit-Atemschutzgeräte die aufgrund des Wesertunnels angeschafft wurden, bei den Stützpunktfeuerwehren Dedesdorf, Loxstedt, Stotel stationiert sind und eine Einsatzzeit von einer Stunde zulassen.

Die Ausbildung des Feuerwehrmannes/frau zum Atemschutzgeräteträger/in beginnt mit Vollendung des 18. Lebensjahres. Nach erfolgreicher medizinischer Beurteilung durch den Haus- oder Feuerwehrarzt kann der viertägige Atemschutzlehrgang in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Schiffdorf besucht werden.
Nach erfolgreicher Teilnahme setzt sich die Ausbildung auf Gemeinde- und Ortsebene fort.
Durch Verrauchen von Übungsobjekten, der Abhaltung von Übungen mit hohen physischen Belastungen wird die Ausbildung möglichst praxisnahe fortgesetzt, wobei die Theorie auch nicht zu kurz kommt.
Somit kann unsere Gemeindefeuerwehr auf 56 Atemschutzgeräte und 150 Atemschutzmasken zurückgreifen, die von ca.160 Atemschutzgeräteträgern bedient werden.

Michael Wilcks, OBM
Gemeindeatemschutzbeauftragter