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Funkgeschichte der Gemeindefeuerwehr Loxstedt

BOS - Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben

Bis zur großen Sturmflut 1962 waren die Freiwilligen Feuerwehren des damaligen Landkreises Wesermünde noch nicht mit Funk ausgerüstet. Die zur Unterstützung angeforderten Kräfte von Bundeswehr und der Polizei (Schwinge) konnten nur bedingt auf Funkverbindungen zurückgreifen.

Schnell zeigten sich die dadurch entstehenden Kommunikationsprobleme bei der Bewältigung dieser Naturkatastrophe. Durch diesen schweren Einsatz zeigte sich die dringende Erforderlichkeit von weiteren Hilfsmitteln und Geräten der verschiedensten Art  (z.B. Beleuchtung, usw.). Ganz oben auf der Prioritätenliste  stand aber dabei die Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehren mit Funk.

Ein Jahr später – im Jahr 1963 – wurden im Landkreis Wesermünde die ersten zehn 2m Band-Handsprechfunkgeräte angeschafft.  Sie dienten für eine bessere Kommunikation an der Einsatzstelle, sowie für die ersten Funkausbildungen der Kreisfeuerwehrbereitschaft. Die ersten FuG 8A Funkgeräte im 4m Band wurden dann für die der Kreisbereitschaft angehörigen Fahrzeuge angeschafft. Zu den ersten Wehren gehörten die Feuerwehren Bederkesa, Beverstedt, Dorum, Hagen, Langen,  Spaden und Stotel. Nach und nach folgten alle Fahrzeuge in der Kreisfeuerwehrbereitschaft.

Es konnte damals nur WZW-Verkehr (Wagen zu Wagen) auf Kanal 471 gefunkt werden. An der Landesfeuerwehrschule in Celle wurden 1965 die ersten Nachrichten-Vermittlungs-Lehrgänge im Lehrgangsplan aufgenommen und angeboten. Kreisschirmmeister Hans Ebbing und Brandmeister Friedhelm Stegmann besuchten 1965 einen Nachrichten-Vermittlungs-Lehrgang und wurden als Multiplikatoren im Landkreis eingesetzt. In den ersten Nachrichten-Vermitlungs-Lehrgänge kamen noch Feldtelefone bei der Ausbildung zum Einsatz. Geübt wurde in einem Waldgebiet. Dort wurden in einer angenommenen Großschadenslage Kabel verlegt um die Feldtelefone mit der Einsatzleitung zu verbinden.

Die Gemeindefeuerwehren Langen und Loxstedt hatten nach der Gründung der Einheits- und Samtgemeinden (Gebietsreform) 1975 ein tragbares 10kanal Funkgerät im 4m Band. Diese beiden Geräte waren beim Gemeindebrandmeister stationiert und 24 Stunden zu erreichen. Ansprechpartner der Polizei (Schwinge) war der Gemeindebrandmeister in Langen, der die gemeldeten Einsätze im Landkreis Wesermünde weiterleitete und als Einsatzleitstelle fungierte. Das tragbare Gerät der Gemeindefeuerwehr Loxstedt ist noch im Einsatz.  Dieses wir nach der Einführung des Digitalfunkes im Museum in Stotel ausgestellt.

1976 wurde in der Gemeinde Loxstedt Karl-Heinz Bellmer zum ersten Gemeindefunkbeauftragten gewählt.  Seitdem wurden Funkübungen in der Gemeinde Loxstedt regelmäßig durchgeführt. Im selben Jahr bekam die Firma Neynaber Chemie (heute: Emery Oleochemicals) in ihrem Werkseigenen Fahrzeug auch ein 4m Funkgerät mit dem Namen Florian20. Außerdem waren die ortsfeuerwehren Dedesdorf, Lanhausen, Loxstedt, Neuenlande, Stotel und Ueterlande mit Funk ausgestattet. Im darauffolgenden Jahr wurde der Funkrufname von nur Florian auf Florian Wesermünde geändert und die Ortsfeuerwehr Donnern bekam auch ein 4m Gerät in ihr Fahrzeug eingebaut. Im selben Jahr wurden 3 Fuge 10 2m Band für den Einsatzstellenfunk angeschafft. Diese Geräte wurden bei größeren Einsätzen vom Gemeindebrandmeister ausgegeben.

Sechs Handfunkgeräte wurden im Winter 1977/78 in den Stützpunktfeuerwehren Dedesdorf, Loxstedt und Stotel eingeführt. Am 19.05.1979 fand eine Funkübung statt, die zeigen sollte wo Funklöcher in der Gemeinde zu finden waren. Es nahmen die Fahrzeuge aus Stotel (Florian Wesermünde 21), Dedesdorf (Florian Wesermünde 23) und das Fahrzeug der Firma Neynaber (Florian Wesermüde 20) teil.

Am 17.09.1979 wurde der Funkrufname des Gemeindebrandmeisters von „Florian Wesermünde 29“ in „Florian Wesermünde 115“ umbenannt. Im Zuge der großen Gebietsreform wurde der Landkreis Cuxhaven im Jahr 1979 gegründet. Dadurch kam es, dass seit 1982 „Florian Wesermünde“ in „Florian Geeste“ umbenannt wurde. Im selben Jahr bekam die Ortsfeuerwehr Fleeste ihr Funkgerät.

Im nächsten Jahr wurde bei der Jahreshauptversammlung gefordert, dass 1985 alle Feuerwehren der Gemeinde mit Funk ausgestattet sein sollten. Dieses wurde dann bereits 1984 umgesetzt. Am 28.08.1984 fand eine Besprechung für die neue Leitstelle in Cuxhaven statt.  Die Leitstelle wurde am 1.11.1984 in Betrieb genommen. Im Dezember unterhielt man sich darüber, dass die Sirenen per Funk auf Kanal 471 ausgelöst werden sollen und man plante für Atemschutztrupps 2m Funkgeräte.

Seit 1985 wurden die Funkübungen auf dem Kanal 494 durchgeführt. Dies diente dazu den Einsatzkanal 471 für Ernstfälle frei zu halten. Eine 2m Funkübung am Deich in Dedesdorf wurde 1986 durchgeführt um die Hochantenne für die Deichverteidigung zu testen. Rolf Gremke wurde in diesem Jahr stellvertretender Gemeindefunkwart. 1987 beschaffte die Gemeinde zwölf Funkmeldeempfänger für die Stützpunktfeuerwehren  Dedesdorf, Loxstedt und Stotel, sowie für den Gemeindebrandmeister und sein Stellvertreter.

Seit Herbst 1987 finden Funklehrgänge in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Schiffdorf Statt. Im Februar 1988 wurde Rolf Gremke neuer Gemeindefunkbeauftragter.

Im 2003 begannen die Planungen für einen neuen und die Bildung einer Funkgruppe. Bereits am 15.10.2003 kam der neue Einsatzleitwagen 1  und die gegründete Funkgruppe bei einer großen Einsatzübung im Loxstedter Gewerbegebiet zum Einsatz.

Am 15.02.2012 trat der Gemeindefunkwart Rolf Gremke nach 24 Jahren zurück und Frank Molzen übernahm das Amt. Im Januar 2013 wurde Sebastian Guderian stellvertretender Gemeindefunkwart.

Am 26.02.2013 stellte die Leitstelle Florian Geeste in Cuxhaven ihren Dienst ein und die Leistelle Bremerhaven übernahm den Dienst. Im August 2014 wurde der Einsatzleitwagen und der 1. Zug der Gemeinde auf Digitalfunk umgestellt, auch der PKW des Gemeindebrandmeisters bekam Digitalfunk.

Dann Endlich im April 2015 wurden alle anderen Ortsfeuerwehren der Gemeinde mit Digitalfunk ausgerüstet, sodass wir seit dem 01.05.2015 in der Gemeinde Loxstedt alle Digital funken können. Die Digitale Alarmierung geht auch in 2015 los. Am 11.08.2015 hat der Gemeindefunkwart die digitalen Melder in der FTZ erhalten und am 08.09.15 an die Ortsbrandmeister verteilt. Zu Anfang wird noch Analog und Digital alarmiert bis sichergestellt ist, dass alles richtig funktioniert.

Gemeindefunkwart
Frank Molzen

Diese Funkgeschichte ist in Zusammenarbeit mit Günther Ahrens, Günther Mehrtens, Hans-Dieter Wilcks, Karl Heinz Bellmer, Rolf Gremke und Frank Molzen entstanden.

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