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Chronik

Zwanzig Jahre nach der großen Pestepidemie in Europa wird in Loxstedt, einem Kirchspiel ca. 1 km südlich von Bremerhaven an der Unterweser, eine Kapelle errichtet. Am Marschenrand auf einem Sandrücken platziert, auf Feldsteine gegründet, aus gebrannten Ziegeln ausgeführt und mit drei Kreuzgewölben mit rechteckig profilierten Rippen überspannt. Das soll 1374 gewesen sein. Geweiht wurde dieser Bau auf die Jungfrau Maria. Dieser backsteingotische Bau ist uns erhalten geblieben, lediglich die Fensteröffnungen wurden vergrößert und außen in unserem Jahrhundert Stützpfeiler errichtet. 1451 - Loxstedt wurde eine selbständige Kirchengemeinde - wird die Kapelle um einen Chorraum sowie einen 3/8  Chorschluss und Profilkreuzrückengewölbe erweitert, sowie im Westen ein trutziger Turm Anfang des 16 Jh. hinzugefügt.

Ein großartiger Schatz hat sich im Innern des ältesten Bauabschnittes erhalten: das mittelalterliche Deckenbild, eine Kalkmalerei des frühen 15. Jh. 1910 wurde bei Renovierungsarbeiten entdeckt.

Einzigartig in Nordwestdeutschland ist die Malerei im zweiten Gewölbe von Westen: ein Pestzyklus des späten Mittelalters, ein Programm von vier Bildeinheiten, deren Mittelpunkt der "Loxstedter Totentanz" ist.

Die Denkmalorgel auf der Westempore weist eine wechselvolle Geschichte auf. Begonnen um 1769 von Orgelbauer Schreiber aus Glücksstadt, Fortführung 1785 durch Wilhelmi aus Stade mit Änderung der Schreiberschen Disposition, schließlich 1789 Fertigstellung durch W. Witzmann aus Nesse bei Loxstedt. In der Folgezeit mussten immer wieder Reparaturen und Umbauen im Werk vorgenommen werden. Ab 1965 war nur noch die Hälfte der Register spielbar, ab 1970 verstummte die Orgel ganz. 1983 hat die Orgelfirma Führer aus Wilhelmshaven das Werk grundüberholt unter Wahrnehmung denkmalpflegerischer Belange. Dabei wurde auch dem Orgelprospekt mit den Rokoko-Stilelementen seine ursprüngliche Farbigkeit anhand nachgewiesener Befunden wiedergegeben.

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